Kampagne

Osnabrück neu sehen

Wo ist es grau, wo fehlt Grün und wo heizen sich Flächen im Sommer besonders stark auf? Wo kann Regenwasser kaum versickern und wo stecken Potenziale für eine klimaangepasste und lebenswerte Stadt?

GEWUPPT! lud die Osnabrücker Stadtgesellschaft dazu ein, das eigene Umfeld mit neuen Augen zu betrachten. Im Mittelpunkt des Kampagnendurchgangs 2026 stand die Entsiegelung: ein Thema, das im Alltag überall sichtbar ist, aber häufig wenig Aufmerksamkeit erhält.

Entsiegelung wurde dabei als Teil einer umfassenderen Klimaanpassung betrachtet. GEWUPPT! machte verständlich, wie Stadtgrün, Wasser, Artenvielfalt, Aufenthaltsqualität und offene Böden miteinander verbunden sind.

Sensibilisieren statt belehren

GEWUPPT! setzte bewusst auf einen spielerischen und niedrigschwelligen Zugang. Die Kampagne wollte nicht mit langen Fachtexten belehren, sondern zum Beobachten, Entdecken und Mitdenken anregen.

Als Umweltbildungsmaßnahme verband GEWUPPT! Wissen mit kreativen Aufgaben, Bildern, Videos, Ideen und gemeinsamen Erlebnissen. Fachliche Zusammenhänge wurden dort sichtbar, wo Menschen ihnen im Alltag begegnen: vor der eigenen Haustür, auf dem Weg zur Arbeit, auf dem Schulhof oder im eigenen Quartier.

Ein Wettbewerb als Mitmachformat

Ein zentraler Baustein der Kampagne war ein app-basierter Wettbewerb. Teams bearbeiteten gemeinsam kreative Aufgaben, dokumentierten ihre Beobachtungen und entwickelten Ideen für ihr eigenes Umfeld.

Der spielerische Wettbewerb schuf einen motivierenden Rahmen für die Auseinandersetzung mit einem zunächst technisch wirkenden Thema. Dabei stand nicht allein das Gewinnen im Mittelpunkt, sondern das gemeinsame Entdecken und Mitdenken.

Mehr als eine App!

Die App war ein wichtiger Bestandteil von GEWUPPT! 2026, aber nicht die gesamte Kampagne.

Begleitet wurde der Wettbewerb durch crossmediale Kommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen und fachliche Impulse. Ein gemeinsamer Impulsabend mit den Initiativen abpflastern und Jugend pflastert ab stellte weitere Möglichkeiten vor, Entsiegelung sichtbar zu machen und Menschen zum Handeln anzuregen.

Gleichzeitig entstand ein Netzwerk aus Stiftungen, Stadtverwaltung, Fachleuten, Bildungseinrichtungen und weiteren Unterstützenden. Der kontinuierliche Austausch half dabei, das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und in die Stadtgesellschaft zu tragen.

Die Verbindung verschiedener Formate war ein wesentlicher Teil des Ansatzes: Menschen sollten dort erreicht werden, wo sie sich informieren, begegnen und austauschen – digital, vor Ort und über bestehende Netzwerke.

Gemeinsam GEWUPPT!

Die Idee zur Kampagne wurde von der Osnabrücker Agentur Kuhl|Frenzel entwickelt. Die Agentur begleitete GEWUPPT! von der Konzeption über Organisation und Durchführung bis zur crossmedialen Kommunikation.